Donnerstag, 29. Juli 2010

Haithawie? Haithawas? Haithabu!!

Kommenden Montag fallen wir im Wikingerdorf Haithabu ein und übernehmen für 12 Tage die Macht!!! *muhahaha*
Manche werden Haithabu wahrscheinlich kennen, aber die meisten Leute, denen ich von unserem Urlaub erzähle, fragen "Haithawas??" und machen dabei komische Gesichter.
Wenn ihr nicht wisst, was es mit Haithabu auf sich hat, könnt ihr hier ein bisschen nachlesen:
*Klick 1*
*Klick 2*
*Klick 3*

Wir machen vom 02.-12. August "Urlaub" im Museumsdorf und werden 2 Häuser beleben. Wir sind die IG Ralwiek, bestehend aus 5 Wikingern, 2 Franken und 2,5 Slaven. Wir machen seit einigen Jahren einmal im Jahr Halt in einem Freilichtmuseum, um es zu beleben. In Haithabu waren wir bereits im vorletzten Jahr. Ein paar Eindrücke davon könnt ihr hier bekommen. Das Schöne dort ist, dass wir die Häuser richtig bewohnen können und nicht wie sonst in unseren Zelten hausen. Was viele Leute nicht glauben wollen ist, dass wir abends nicht die Werkzeuge und die Klamotten von uns werfen und im Hotel schlafen, sondern genau so dort übernachten, wie wir dort tagsüber leben. Denn in erster Linie ist uns das mittelalterliche Leben und nicht die Darstellung des mittelalterlichen Lebens während der Museumsöffnungszeiten wichtig. Wir beschäftigen uns während des Aufenthalts in Haithabu mit allerlei Werkeleien, wie beispielsweise Kochen, Mehl mahlen, Brot backen, Butter buttern, Nähen, Sticken, Spinnen, Filzen, Naalbinden, Färben, Brettchenweben, Knochen-/Geweihbearbeitung, Sarwürken, Lederarbeiten, Bronzeguss,... Da wir nicht einfach unsere Schmiede mit einpacken können, fällt das Schmieden in Haithabu für unsere Jungs aus.

Zur Einstimmung - und weil Posts ohne Fotos blöd sind - gibt es jetzt mal ein paar Naalbindingfotos:


Ringelsocken für Angus
 Dochtwolle mit Färberwau (gelb) und Krapp (orange) gefärbt







Socken für Svea
Dochtwolle mit Krapp gefärbt



Beutel
ungefärbte Dochtwolle und handgesponnene krappgefärbte Wolle


Dienstag, 27. Juli 2010

Die Schwarze Kiste fliegt weiter

Es waren einige schöne Sachen in der Schwarzen Kiste, aber letztendlich habe ich mich für drei Dinge entschieden:

Glöckchenkette - Skullkette - Schlüsselanhänger

Die Glöckchenkette habe ich mir ausgesucht, weil ich die Idee so cool fand. Die Skullkette habe ich mir ausgesucht, weil ich mir schon immer eine gewünscht habe. Und den Schlüsselanhänger habe ich ausgesucht, weil mein alter Schlüsselanhänger neulich den Geist aufgegeben hat und ich diesen hier so schön fand.
Alle drei Teile hat Antimensch gebastelt/genäht. Vielen lieben Dank!

Ich habe natürlich auch drei Dinge in die Kiste gepackt, in der Hoffnung, dass die auch jemandem gefallen, so wie mir meine neuen drei Dinge gefallen. Nach diesem kleinen Zwischenstop bei mir fliegt die Schwarze Kiste also nun schnellstmöglich weiter zu sewing-sue.

Edit am 28.07.2010: abgeschickt!

Freitag, 23. Juli 2010

Die Schwarze Kiste ist da

Nach langer Reise (1 Woche... Hallo, Post??) ist die schwarze Kiste heute bei mir eingetroffen.
Der Beweis:

Drin sind *piep*, *piep* und allerlei *piep*.
...
...
...
Ich schweige wie ein Grab!

Es sind ganz viele tolle Sachen drin und ich habe schon 2-3 Favoriten. Da ich aber noch überlege und schauen muss, was ich dafür in die Kiste packe, zeige ich euch noch nicht was ich mir nehme.
:o)

Mittwoch, 21. Juli 2010

Likör & Marmelade

Lavendel-, Gewürz- und Ingwerlikör

Ich habe die Liköre, die ich letzte Woche angesetzt habe (hier nachzulesen), gestern fertiggestellt inkl. kleiner Etiketten. Ich finde es toll, dass sie farblich so schön unterschiedlich geworden (und geblieben) sind. Natürlich habe ich alle probiert und mir schmeckt der Gewürzlikör am Besten.
Außerdem habe ich eine leckere Orangen-Kumquat-Marmelade gekocht. So gab es gestern statt einem anständigen Abendbrot Pfannkuchen mit Marmelade. :o)

Orangen-Kumquat-Marmelade

Die Marmelade schmeckt nicht so herb wie englische Marmelade, sondern sehr fruchtig mit einem leicht herben Hauch (von der Kumquatschale).
Ich bin so überzeugt von meiner Marmelade, dass ich euch jetzt das Rezept um die Ohren haue:

Orangen-Kumquat-Marmelade
900 ml Orangensaft (ohne Fruchtfleisch)
1 Schälchen Kumquats (keine Ahnung wieviel g das waren, aber ich schätze so 20 Früchte)
500 g Gelierzucker 1:2
Zitronensäure
Kumquats gut waschen und in Scheiben schneiden (ja, mit Schale). Kerne herauspulen.
Saft, Gelierzucker und eine Prise Zitronensäure in einen Topf geben und bei großer Hitze zum Kochen bringen. Kumquatscheiben dazugeben und alles so lange kochen, bis e!uch die Konsistenz gefällt (Gelierprobe!!). Dann ich Gläser abfüllen, gut verschließen und für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen. Fertig.
Auf der Packung vom Gelierzucker steht 3 Minuten kochen. Ich habe es statt dessen ca. 10 Minuten gekocht. Wenn es gar nicht gelieren sollte, sollte man mehr Zitronensäure zugeben.



Montag, 19. Juli 2010

Mehr Schweinchen

Seitdem neulich Fiona gestorben ist, war Frieda das einzige Schweinchen im Haus. Das bedeutete, dass wir uns entscheiden mussten: entweder Frieda abgeben oder neue Freunde für sie besorgen. Wegen der ganzen letzten traurigen Zeit, wollten wir nun erst einmal Schluss machen mit der Schweinerei. Aber ein Blick in Friedas große Knopfaugen und *schwupp* waren diese Pläne über den Haufen geworfen. Weil sie ein bisschen Durchfall hatte, musste sie nun erstmal Diät halten, welche sie tapfer durchgehalten hat.
Vorgestern waren wir nun in dem Tierheim, aus welchem wir auch Frieda und Fridolin geholt hatten. Dort haben wir dieses süße Päärchen adoptiert:

Paul
Paula

                                                                                     
Sind sie nicht hübsch?
Was man leider nicht sehen kann ist, dass Paul am Kopf längeres Fell hat (wie eine kleine Löwenmähne).
Paula ist bis jetzt schon sehr mutig und zutraulich. Paul dagegen ist sehr ängstlich und kommt nur aus dem Versteck, wenn er sich nicht beobachtet fühlt.
Beide sind auf zwei Jahre geschätzt worden und die Namen haben sie im Tierheim bekommen.
Und warum?
Weil die Vorbesitzer blöde Idioten sind, die die Schweinchen neben einem Müllcontainer entsorgt haben!!
Damit geht diesmal der Arsch der Woche-Award an die Vorbesitzer und zwar dafür, dass sie nicht mal so viel Arsch in der Hose hatten, um die Schweinchen im Tierheim abzugeben.
Also, liebe Vorbesitzer: Herzlichen Glückwunsch! Und schafft euch zum Wohle aller Haustiere der Welt bloß keine mehr an (und besser auch keine Kinder)!


Freitag, 16. Juli 2010

Hilfe, die Menschenfresser kommen!!

Ich habe gestern drei kleine fleischfressende Pflanzen gekauft:
Sonnentau (Drosera), Fettkraut (Pinguicula) und Schlauchpflanze (Sarracenia).
Niedlich, die Kleinen.
Auf den Schildchen steht folgende Adresse des "Züchters":
www.fleischfressende-pflanzen.org
Und was liest mein krankes Hirn?
www.menschenfressende-pflanzen.org
Und ich hab mich nicht einmal ein bisschen gewundert! ;o)


Dienstag, 13. Juli 2010

Neues aus der Küche

Heute war ich ein sehr braves Hausfrauchen und habe viel Zeit in der Küche verbracht. Heraus kamen Gulasch, Brotaufstrich und Liköransätze.
Aber der Reihe nach:

Drei Liköre habe ich angesetzt:
Ingwerlikör - Lavendellikör - Gewürzlikör
Für den Gewürzlikör habe ich mich für Zimt, Kardamom, Piement, Muskat und schwarzen Pfeffer entschieden. Es gibt also einen hochsommerlichen Weihnachtslikör... Da ich bis auf den Kardamom alles nur gemahlen da hatte, ist das so eine Dreckbrühe geworden. Das nächste Mal besorge ich ganze Zutaten.
Der Lavendellikör kann in 2 Tagen schon fertiggestellt werden, die anderen beiden müssen jetzt erst mal eine Woche ziehen.

Den Brotaufstrich habe ich mir selbst ausgedacht. Er sieht sehr unspektakulär aus, schmeckt aber extrem lecker.


Walnuss-Kräuter-Aufstrich
1 große Scheibe Brot
50 g Walnüsse
1 Knoblauchzehe
1 Kästchen Kresse
6 EL Gemüsebrühe
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zuerst befreit ihr die Brotscheibe (ich habe Bauernbrot genommen) von der Kruste* und schmeißt sie mit den Nüssen, der grob zerkleinerten Knoblauchzehe und der Kresse in ein Gefäß. Danach könnt ihr ein paar Löffel von der Brühe und vom Öl dazugießen. Dann wird alles schön mit dem Pürierstab püriert. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und mehr Brühe/Öl zugießen, bis ihr die gewünschte Konsistenz habt.

Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit Weiß- oder Körnerbrot gut schmeckt. Außerdem könnte man die Walnüsse durch andere Nüsse, Sonnenblumen-, Kürbis- oder Pinienkerne ersetzen. Oder die Menge der Walnüsse drastisch erhöhen. Bei den Kräutern ist man auch sehr frei und kann statt dessen Schnittlauch, Petersilie oder von mir aus auch Löwenzahn verwenden. Lecker wäre mit Sicherheit auch ein Spritzer Zitronen- oder Limettensaft.
Zur Haltbarkeit kann ich jetzt nicht viel sagen, aber ich denke, dass man es wegen den frischen Kräutern nicht allzulange aufbewahren kann oder so wie selbstgemachtes Pesto. Aber da es so lecker schmeckt, mache ich mir um die Haltbarkeit keine großen Gedanken.
*Die könnt ihr direkt zum Probieren des Brotaufstrichs verwenden. ;o)

Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben Gulasch gekocht und es hat geschmeckt wie bei meiner Oma!! *stolz bin* Ich habe dieses Rezept benutzt, welches sich als idiotensicher herausgestellt hat. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich zwar viel kann, aber Fleisch zubereiten gehört nicht dazu.
Der Beweis:

Ich habe heute auch fleißig genäht, aber das zeige ich euch erst morgen, weil ich noch ein Teil nähen möchte.

Urlaub ist toll!

Montag, 12. Juli 2010

Shreklich grün

Jetzt folgt einer kleiner Zwischendurch-Post im Sommerloch, in welchem ich euch nur kurz meine allerallerersten Cupcakes, die ich je gemacht habe, zeigen will.

Lecker Schoko-Bananen-Cupcakes mit grünem Frischkäsefrosting, Zebraröllchen und Knusperperlen.

Für den Teigteil habe ich folgendes Rezept verwendet: Red Velvet Cupcakes ergänzt mit einer zermatschten Banane. Als Frosting habe ich das der Secret Cupcakes genommen und zusätzlich mit grünem Farbpulver geshrekt.
Das Frosting ist übrigens viel zu reichlich bemessen. Inzwischen habe ich nochmal Cupcakes gemacht (in liila) und habe nur die halbe Menge Frosting hergestellt - und das hat genau für 1 Menge Teig gereicht (15 Cupcakes). Beim zweiten Mal habe ich auch wesentlich weniger Butter genommen und man hat keinen Unterschied gemerkt/geschmeckt.

Dienstag, 6. Juli 2010

Kleine Seelchen

Ich habe mir geschworen, erst wieder einen lustig-bastel-näh-wasauchimmer-blabla-Post zu machen, nachdem ich nochmal einen traurigen Post über meine Schweinchen geschrieben habe. Im www habe ich ein schönes Gedicht gefunden, welches ich jetzt offiziell Abby, Fridolin und Fiona und allen anderen Schweinchen widmen will, die ich mal hatte. Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Geheule nicht langweile, aber das muss nun mal raus:


Kleines Seelchen

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.

Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben,
hier willst du ganz sicher bleiben.

Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.

Einmal, wenn wir uns wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freud´ gemacht.
Dank sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.

Geh nach Haus zu all den Lieben,
sieh, sie warten auf dich drüben.
Mach dir keine Sorg´ um mich,
Seelchen, ich vergess dich nicht.

(Eva Göritz)

Sonntag, 4. Juli 2010

Über die Regenbogenbrücke III

Am Freitag mussten wir unsere Fiona beerdigen.
Sie hatte seit Tagen nicht mehr freiwillig gefressen und im Endeffekt hatte ihr Magen-/Darmtrakt die Arbeit eingestellt und wir und der Tierarzt konnten ihn nicht mehr in Gang bringen. Ich habe Fiona bis zuletzt mit Brei zwangsernährt, aber am Freitag morgen war selbst das nicht mehr möglich. Wir wollten dann zum Tierarzt um sie erlösen zu lassen, aber noch bevor dieser geöffnet hatte, ist sie eingeschlafen. Sie hatte die letzten Tage wirklich gekämpft, war aber zuletzt sehr schwach. Sie war auf ca. 750g abgemagert, bei ihrer OP wog sie noch 1300g (Sie war ja immer eher mopsig).
Dadurch, dass ich sie alle paar Stunden mit der Spritze gefüttert habe, hatte ich die Gelegenheit mich von ihr zu verabschieden, obwohl wir (und auch der Tierarzt) noch die Hoffnung hatten, dass sie es schafft. Dazu hätten wir ihren Magen aber wieder in Gang bekommen müssen. Dass es schlimm um sie steht war aber klar, da sie sich neben der Nahrungsverweigerung auch sehr untypischerweise Fangen und Halten ließ und teilweise stundenlang auf meinem Schoß lag ohne zu versuchen wegzulaufen.

Ich habe irgendwie schon Tage bevor sie gestorben ist angefangen um sie zu trauern. Im Gegensatz zu Abbys und Fridolins Tod war ich zwar darauf vorbereitet, was das Ganze aber weniger schlimm macht. Fiona war wie ihre Schwester Abby erst etwas älter als 3 Jahre.
Fiona war eigentlich ein Kämpferschweinchen, wir haben sie nicht umsonst manchmal als Werschweinchen bezeichnet. Sie hatte den Tod von Abby, die OP und die Halskrause gut weggesteckt, aber neben einem Zahnproblem glaube ich, dass Fridolins Tod in der letzten Woche ihr einfach den Rest gegeben hat. Fiona war immer sehr zufrieden und hatte es wie kein anderes Schweinchen jemals zuvor drauf, sich malerisch hinzulegen und die Beinchen dabei in alle Richtungen wegzustrecken. Gerne lag sie auf dem Häuschendach und sah dabei so majestätisch aus wie eine Löwin. Gequiekt hat sie nicht oft, aber wenn, dann konnte sie alle anderen übertönen. Trotz ihres Gewichtes machte sie liebend gerne Männchen. Sie war ein sehr hübsches Schweinchen und sah mit dem hellen Strich quer über das Auge sehr verwegen aus.

Fridolins Tod hat mich auch sehr traurig gemacht, aber Abbys und Fionis Tode haben mich völlig aus der Bahn geworfen und ich vermisse sie ganz schrecklich. Ich finde das alles so sinnlos.

Ich habe euch ja schon viele Fotos gezeigt, auf denen Fiona zu sehen ist, aber hier kommen noch ein paar, die ich sehr süß finde.

 Fiona und Abby als Babys.




<-- eine von Fionas bevorzugten Schlafstellungen












Machs gut süße Fioni!