Sonntag, 4. Juli 2010

Über die Regenbogenbrücke III

Am Freitag mussten wir unsere Fiona beerdigen.
Sie hatte seit Tagen nicht mehr freiwillig gefressen und im Endeffekt hatte ihr Magen-/Darmtrakt die Arbeit eingestellt und wir und der Tierarzt konnten ihn nicht mehr in Gang bringen. Ich habe Fiona bis zuletzt mit Brei zwangsernährt, aber am Freitag morgen war selbst das nicht mehr möglich. Wir wollten dann zum Tierarzt um sie erlösen zu lassen, aber noch bevor dieser geöffnet hatte, ist sie eingeschlafen. Sie hatte die letzten Tage wirklich gekämpft, war aber zuletzt sehr schwach. Sie war auf ca. 750g abgemagert, bei ihrer OP wog sie noch 1300g (Sie war ja immer eher mopsig).
Dadurch, dass ich sie alle paar Stunden mit der Spritze gefüttert habe, hatte ich die Gelegenheit mich von ihr zu verabschieden, obwohl wir (und auch der Tierarzt) noch die Hoffnung hatten, dass sie es schafft. Dazu hätten wir ihren Magen aber wieder in Gang bekommen müssen. Dass es schlimm um sie steht war aber klar, da sie sich neben der Nahrungsverweigerung auch sehr untypischerweise Fangen und Halten ließ und teilweise stundenlang auf meinem Schoß lag ohne zu versuchen wegzulaufen.

Ich habe irgendwie schon Tage bevor sie gestorben ist angefangen um sie zu trauern. Im Gegensatz zu Abbys und Fridolins Tod war ich zwar darauf vorbereitet, was das Ganze aber weniger schlimm macht. Fiona war wie ihre Schwester Abby erst etwas älter als 3 Jahre.
Fiona war eigentlich ein Kämpferschweinchen, wir haben sie nicht umsonst manchmal als Werschweinchen bezeichnet. Sie hatte den Tod von Abby, die OP und die Halskrause gut weggesteckt, aber neben einem Zahnproblem glaube ich, dass Fridolins Tod in der letzten Woche ihr einfach den Rest gegeben hat. Fiona war immer sehr zufrieden und hatte es wie kein anderes Schweinchen jemals zuvor drauf, sich malerisch hinzulegen und die Beinchen dabei in alle Richtungen wegzustrecken. Gerne lag sie auf dem Häuschendach und sah dabei so majestätisch aus wie eine Löwin. Gequiekt hat sie nicht oft, aber wenn, dann konnte sie alle anderen übertönen. Trotz ihres Gewichtes machte sie liebend gerne Männchen. Sie war ein sehr hübsches Schweinchen und sah mit dem hellen Strich quer über das Auge sehr verwegen aus.

Fridolins Tod hat mich auch sehr traurig gemacht, aber Abbys und Fionis Tode haben mich völlig aus der Bahn geworfen und ich vermisse sie ganz schrecklich. Ich finde das alles so sinnlos.

Ich habe euch ja schon viele Fotos gezeigt, auf denen Fiona zu sehen ist, aber hier kommen noch ein paar, die ich sehr süß finde.

 Fiona und Abby als Babys.




<-- eine von Fionas bevorzugten Schlafstellungen












Machs gut süße Fioni!

Kommentare:

  1. Oh mein Gott Svea, das tut mir so leid.

    Ich habe bei jedem traurigen Eintrag mit dir mit gelitten und hatte regelmäßig Tränen in den Augen.

    Jetzt auch noch Fiona... Es tut sowohl mir als auch Boris sehr leid. Fühl dich mal lieb geknuddelt... Worte sind bei sowas irgendwie immer seltsam und unpassend...

    AntwortenLöschen
  2. Ach herrje, fühl Dich mal gedrückt.

    AntwortenLöschen