Samstag, 12. März 2011

Projekt: Outfits fürs WGT - Teil VI: Erste Lackversuche

Neulich habe ich im Stoffladen einen tollen Lackstoff entdeckt, den ich mir direkt kaufen musste ohne zu wissen, was daraus werden soll. (Kleine Anekdote am Rande: Die Verkäuferin hatte die "tolle" Idee, dass ich mir ja eine Leggings draus nähen könnte... *brrr*) Eigentlich mag ich Lacksachen gar nicht soo doll (O-Ton meine Schwester: "Was willst DU mit Lack??"). Aber ich wusste recht schnell, dass ich einen Tellerrock nähen will, nachdem ich nochmal durch die Natron&Soda-Anleitungen gestöbert habe. Im Grunde wird es der Dangerous Tellerrock, aber eigentlich ganz anders. *g* Ich nähe ihn aus 7 Teilen und es gibt einen bis zwei Unterröcke und Deko in Form von Bändern, Ösen und D-Ringen.
Ich habe neulich schon ein Probeteil aus Bomull genäht, was sich als großer Käse erwiesen hat, da der sich total verzogen hat und 1 km zu groß war. Daher habe ich noch ein Probeteil genäht und zwar aus durchsichtiger Plastiktischdecke, die man im Baumarkt am Meter bekommt. Davon hatte ich zufälligerweise einiges zu Hause. Das Probeteil sollte ja nur zeigen, ob der Rock vom Umfang passt, daher habe ich es so kurz gemacht, dass es eher als Gürtel durchgeht... Wenn ich mal groß schlank bin, werde ich vielleicht wirklich so einen Rock nähen. Auf dem Foto sieht das ganze unmöglich aus...

Plastik näht sich übrigens total unkompliziert. Schön entspannend bevor man sich dem Lack widmet.

Da ich nur einen Meter Lack hatte, hatte ich mächtig Glück, dass ich die 7 Teile gerade noch herausbekommen habe.

Die Teile aneinander zu nähen war auch sehr unkompliziert, da der Stoff von der Rückseite flauschig ist.
Gestern habe ich die Nahtzugaben ganz vorsichtig durch Geschirrtücher auseinader gebügelt. Aus Angst den Lack zu beschädigen habe ich es nur mit der niedrigsten Temperatur gemacht. So flach wie bei Stoff ist es nicht geworden, aber mir reicht es. Ich werde sowieso über alle Längsnähte Nahtband nähen. Das habe ich gestern schon mal ausprobiert und da fängt das Lackdrama an. Da Lack aufgrund seiner Beschaffenheit bremst, kann man das ja nicht ohne Verluste, Knicke oder Wutanfälle nähen. Und da ich das Nahtband ja ordentlich von der Außenseite annähen will, fällt die Methode Backpapier drauf, drübernähen, Backpapier abreißen aus. Ich habe dann mal die Sodamethode an einem Lackrest ausprobiert: Backpapier mit Fotokleber unter das Nähfüßchen kleben. Und das hat funktioniert! Leider müsste ich das wohl nach jeder Naht erneuern. Ich will als nächstes aber mal versuchen, ob es auch mit dem Obertransporter meiner neuen Nähma funktioniert. Wenn ich dann herausgefunden habe, welche der beiden Methoden besser funktioniert, kann ich am Rock weiternähen.
So ähnlich soll es mal aussehen. Ich brauche allerdings noch D-Ringe in der richtigen Größe.

Gestern war ich nochmal im Stoffladen, da ich noch mehr von dem Lack wollte. Da nur noch 1,5 m auf der Rolle waren und ich 1 m wollte, hat mir die Verkäuferin den Rest geschenkt. *freu*

Kommentare:

  1. Hui, das wird bestimmt schick :). Hehe und die Gleichung Lack+Nähen=Wutanfall kenn ich auch *gg*. Leider hat meinen Nähma keinen Obertransporter, vielleicht probier ich mal die Backpapier-Methode...

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  2. Ich hatte ein ähnliches Problem mit Kunstleder, das habe ich dann gelöst indem ich die glatte Seite mit weisser Schulkreide 'bemalt' hab. Das hat super geklappt und lässt sich hinterher mit nem feuchten Lappen wieder entfernen.

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